30. November 2020

Gefühle für die es Rezepte gibt - im Gespräch mit Alexandra Muhm

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Alexandra Muhm begleitet Menschen. Das ist ihre Berufung - seit drei Jahrzehnten. auf unterschiedliche Art und Weise. Auf verschiedenen Ebenen. Sie tut dies in Form von Seminaren im Bereich Pflanzenheilkunde, Räuchern, Jahreskreisfeste, Naturrituale und Ernährung und auch in Form von Körperarbeit & Meditation, in Einzel-Sessions und für Unternehmen. Darüber hinaus stellt sie Unternehmen ihr Kommunikationsexpertise, die sie in großen, nahmhaften Unternehmen gesammelt hat, zur Verfügung. Gemeinsam sprechen wir über * Kräuterpfarrer Weidinger, der schon in Alex' Kindheit eine Rolle spielte * Den Rhythmus der Jahreszeiten und was es bedeutet mit ihm zu leben * Welche Lebensmittel uns gerade im Winter gut tun * Worauf wir beim Lebensmitteleinkauf achten können und wie wir uns auch in der Stadt mit hoher Nährstoffdichte versorgen können * Welche Kräuter uns gut bei Erkältungen unterstützen * Warum wir Eibisch lieber "kalt ausziehen", als heiß überbrühen sollten * Und was in eine schöne Wintertee-Mischung hineinpasst

Shownotes

"Egal, ob Stadt oder Land: Der Himmel ist überall der gleiche. Der Frühlingshimmel, der Sommerhimmel, der Herbsthimmel, der Winterhimmel."

"Ich spreche eine Einladung aus, sich auf diesen Rhythmus wieder zurück zu besinnen. Es gibt einfach einen Jahreszeitenrhythmus in den die Menschen gehen, seit es Menschen gibt."

"Ein erster Schritt ist vielleicht zu schauen, welche Lebensmittel geben mir die einzelnen Jahreszeiten. Was wächst hier vor der Tür. Wir sind jetzt versorgt mit Wurzelgemüsen, mit Kohl, mit Vitamin-C haltigen Nahrungsmitteln - so sie die Nährstoffdichte noch aufweisen - und das ist das womit wir uns auch versorgen sollten."

"... und in dem Vertrauen zu sein, es gibt die Sonnenwende am 21. Dezember und da gibt es schon wieder diesen kleinen Lichtstrahl in der Erde und zu Lichtmess Anfang Februar weiß man einfach unter der Schneedecke sind die ersten Kräuter da, die uns den nächsten Vitamin C Schub geben. Und es passiert, ohne dass wir etwas tun müssen."

"Dieses Riesen Privileg, das wir momentan in den Städten haben, das sich abseits der großen Supermarktketten und abseits der Gemüseware - die es aber auch dort schon in guter Qualität gibt - gibt es auch immer mehr Initiativen, die jetzt aufpoppen in Richtung solidarische Landwirtschaft, Gemüsekistl etc. - wo ich auch keine Diskussion zulasse, da bin ich ziemlich konkret, was das Preisliche betrifft. Ich habe mir das über die Jahre sehr oft durchgerechnet, dass diese Bio-Ware nicht teurer ist, als wenn ich im Supermarkt in Plastik verpackte Ware kaufe und die Hälfte wegwerfe, weil es einfach Verpackungsgrößen sind, die viel zu groß sind."

"Wir müssen uns die Frage stellen, sind wir natürlich Wesen oder künstliche Wesen. Wir sind natürliche Wesen! Wir sind fast baugleich mit Pflanzen - wir bestehen zu 80% aus Wasser. Unser Blut ist ganz ähnlich dem Chlorophyll. Der einzige Baustein-Unterschied ist, dass im Blut ein Eisenanteil in der Mitte ist ...mein Aufruf also: Grüne Gemüse, grüne Gemüse, grüne Gemüse im Winter."

"Gerade im Winter sehr wichtig sind alle wärmenden Pflanzen und Kräuter wie der Beifuß, die Schafgarbe oder wenn es Erkältungsymptome gibt die Pflanzen mit Schleimstoffen. Die Lindenblüte zum Beispiel, der Holunder, der schweißtreibend ist, die Holunderblüte und wenn die jetzt nicht schon in den Teegläsern liegen, dann kann man die gut in den Kräuterhäusern und Apotheken bekommen."

"Ich bin ein Verfechter von Frischgrün, auch durch den Winter. Wir können gut Sprossen und Gräser selbst anbauen. Die Samen gibt es in guter Qualität online und in Reformhäusern."